1. Die Chemie muss stimmen. Wenn Sie mit dem Anwalt nicht so reden können, dass Sie ihn verstehen und er Sie, dann hilft der beste Anwalt nichts. Er muss nicht Ihr Freund werden, aber es ist wichtig, dass Sie sich beide verstehen, erst so kann Vertrauen entstehen, das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit wichtig ist.
  2. Ihr Anwalt muss unternehmerisch denken und handeln können, deshalb kann es hilfreich sein, wenn er bereits selbst in Unternehmens-Umgebungen gearbeitet oder ein eigenes Unternehmen geführt hat.
  3. Überlegen Sie genau, ob Sie wirklich eine große Kanzlei benötigen, bei der Sie viel für den „Overhead“ bezahlen, oder ob ein Anwalt mit professionellem Netzwerk besser geeignet ist. Wofür wollen Sie zahlen: Für die Verwaltung oder für die Leistung?
  4. Nehmen Sie sich Zeit für ein persönliches Gespräch. Wenn Sie einen Mitarbeiter einstellen, dann wollen Sie ihn auch erst kennen lernen, um mehr über ihn zu erfahren.
  5. Fragen Sie den Anwalt, ob er sich mit Ihrem Themengebiet wirklich auskennt. Was ist der Tätigkeitsschwerpunkt des Anwaltes? Welche Mandantenstruktur hat er? Wichtiger noch als ein Fachanwaltstitel kann die Liste seiner Referenzen sein!
  6. Klären Sie genau, wie die Kommunikation mit Ihrem Anwalt ablaufen soll: Telefonisch? Per E-Mail? Skype? Die Vorlieben sind verschieden, manche schreiben lieber, andere telefonieren lieber. Wenn Ihr Anwalt gerne schreibt und Sie Video-Chat per Skype bevorzugen, sollten Sie das klären, bevor Sie ihn oder sie beauftragen.
  7. Klären Sie vor der Beauftragung die Kosten. Auch wenn eine genaue Bezifferung nicht immer möglich ist, sollten Sie eine gute Einschätzung und Übersicht erhalten. Lassen Sie sich erklären, welche Möglichkeiten bei der Abrechnung bestehen.
  8. Suchen Sie sich dann einen Anwalt, wenn Sie Zeit dafür haben und nicht erst an dem Tag, an dem Sie ihn unbedingt brauchen. Die Auswahl eines Anwalts muss nicht gleich eine Beauftragung beinhalten. Jeder gute (und unternehmerisch denkende, siehe 2.) Anwalt ist dazu bereit, sich für einen potentiellen Mandanten Zeit zu nehmen.
  9. Binden Sie Ihren Anwalt frühzeitig ein. Je mehr er über Ihr Unternehmen weiß, desto besser kann er Sie beraten oder Sie vertreten. So nutzt er Ihnen am meisten und Sie sparen Zeit, wenn er schon ein Hintergrundwissen aufgebaut hat.