Vie­le Eu­ro­pä­er un­ter­hal­ten und ver­sor­gen fi­nan­zi­ell manch­mal auch ne­ben Ih­rer Fa­mi­lie zu­hau­se ei­ne zwei­te „Frau“ und da­mit auch de­ren Fa­mi­lie in Thai­land. Man­che sind „tra­di­tio­nell“ in Thai­land mit der Part­ne­rin ver­hei­ra­tet, an­de­re ha­be ei­ne Freun­din, man­che ha­ben ge­mein­sa­me Kin­der. „Tra­di­tio­nell“ be­deu­tet hier, dass es kei­ne Ehe mit Hei­rats­pa­pie­ren gibt, son­dern nur ein gro­ßes Fest im Dorf der Thai­län­de­rin mit ei­ner ent­spre­chen­den Zah­lung ei­nes Braut­gel­des des deut­schen Man­nes an die Mut­ter der Frau. Wie im­mer die­se zwei­te und häu­fig dis­kret ge­führ­te Be­zie­hung aus­ge­stal­tet ist:

In der Re­gel un­ter­hält man di­rekt oder in­di­rekt auch die Fa­mi­lie der Frau. Ins­be­son­de­re, wenn ge­mein­sa­me Kin­der im Spiel sind, soll­ten die fi­nan­zi­el­len Zu­wen­dun­gen zum Schut­ze des Man­nes bzw. Freun­des klar ge­re­gelt und ab­ge­si­chert wer­den.

Häu­fig lan­det das Geld, das man der Part­ne­rin oder dem ge­mein­sa­men Kind zu­denkt, näm­lich nicht da, wo man ha­ben möch­te, son­dern bei der Fa­mi­lie der Part­ne­rin. Dies ge­schieht ent­we­der fa­mi­li­en­in­tern ab­ge­spro­chen oder durch so­zia­len Druck in der Fa­mi­lie, die für den au­ßen­ste­hen­den zah­len­den Mann nicht im­mer deut­lich wird.

Grund­sätz­lich stellt ei­ne zwei­te Be­zie­hung in Thai­land ne­ben ei­ner Ehe in Deutsch­land kein Pro­blem dar. Es gibt un­zäh­li­ge sol­cher Be­zie­hun­gen, und vie­le Ge­schäfts­leu­te, Ärz­te und Pri­vat­per­so­nen ha­ben und ver­sor­gen ei­ne zwei­te oder manch­mal auch drit­te Frau in Thai­land.

In Thai­land herrscht dies­be­züg­lich ein an­de­res Ver­ständ­nis als in Deutsch­land, und sol­che Be­zie­hun­gen funk­tio­nie­ren in vie­len Fäl­len tat­säch­lich gut. Den­noch ist es wich­tig, ei­ni­ge Din­ge zu be­ach­ten:
Ih­nen soll­te be­wusst sein, dass Sie ne­ben der Be­zie­hung mit Ih­rer Part­ne­rin auch im­mer ei­ne Be­zie­hung mit de­ren Fa­mi­lie ein­ge­hen und be­stimm­te Er­war­tun­gen von der Fa­mi­lie be­stehen, an Ih­re Part­ne­rin und vor al­lem an Sie als Freund bzw. Ehe­mann.

Di­rekt wird Ih­nen dies aber nicht ge­zeigt. Ge­ra­de des­halb ist es wich­tig, sich gut mit dem da­hin­ter ste­hen­den kul­tu­rel­len Sys­tem aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die oft im In­ter­net pau­schal und häu­fig ein­sei­tig ver­ur­tei­len­den Be­richt über thai­län­di­sche Frau­en, die deut­sche Män­ner nur aus­neh­men wol­len, wer­den dem thai­län­di­schen Ver­ständ­nis nicht ge­recht – weil vie­le Män­ner die Si­tua­ti­on nur aus Ih­rer Sicht be­ur­tei­len und sich nicht mit der thai­län­di­schen Kul­tur und dem Fa­mi­li­en­ver­ständ­nis aus­ein­an­der­set­zen.

Oh­ne Fra­ge gibt es na­tür­lich auch zweck­frem­de Mo­ti­va­tio­nen für ei­ne Be­zie­hung mit ei­nem Eu­ro­pä­er, bei de­nen es dann aus­schließ­lich um fi­nan­zi­el­le Mo­ti­ve geht. In der Re­gel geht es in der Be­zie­hung für die thai­län­di­sche Part­ne­rin na­tur­ge­mäß auch um ei­ne fi­nan­zi­el­le Ab­si­che­rung für sich und ih­re Fa­mi­lie – dies stellt je­doch aus Sicht der Thai­län­der kei­ne fi­nan­zi­el­le Aus­beu­tung des eu­ro­päi­schen Part­ners dar, son­dern ge­hört wie selbst­ver­ständ­lich zur Be­zie­hung da­zu und wird als ganz nor­mal an­ge­se­hen. Da­mit die­se Ab­si­che­rung auch im Sin­ne des Man­nes ver­läuft, ist es wich­tig, ei­ni­ge Re­geln des thai­län­di­schen Fa­mi­li­en­sys­tems zu ken­nen. Nur so kann er sei­ne Vor­stel­lung der fi­nan­zi­el­len Un­ter­stüt­zung ver­wirk­li­chen und schei­tert nicht an den kul­tu­rel­len Un­ter­schie­den, die in der Re­gel nicht ex­pli­zit kom­mu­ni­ziert wer­den.

Sor­gen Sie – als mög­li­cher­wei­se Be­trof­fe­ner – des­halb so für Ih­re zwei­te Fa­mi­lie, wie Sie es für rich­tig hal­ten. Da­bei be­ra­ten wir Sie ger­ne, da­mit Sie al­le As­pek­te da­bei be­ach­ten und sel­ber rich­tig ent­schei­den kön­nen. Mit un­se­rem Südostasien-Desk ha­ben wir jahr­zehn­te­lan­ge Er­fah­rung, die wir ne­ben der recht­li­chen Be­ra­tung für Sie ein­brin­gen kön­nen, zum Bei­spiel mit dem von uns ent­wi­ckel­ten und her­aus­ge­ge­be­nen Vermögens­schutz­zertifikat. Neh­men Sie gern Kon­takt zu uns auf.